Was kostet eine Küche? Ehrliche Preisspannen vom Fachhändler

Ein Paar aus Worms-Pfiffligheim kam mit einer festen Zahl im Kopf in die Ausstellung. Der Schwager hatte sie genannt, sie klang vernünftig, und sie stand nicht zur Debatte. Am Planungstisch zeigte sich dann, wie leer diese Zahl war. Hinter ihr stand keine einzige Entscheidung.

Was kostet eine Küche im Schnitt?

12.177 Euro, so hoch lag der durchschnittliche Küchenpreis 2025 laut AMK, dem Verband der Küchenbranche (Stand Juni 2026, abgerufen am 05.09.2026). In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 stieg er weiter auf 12.404 Euro, ebenfalls laut AMK.

Als Preisschild taugt dieser Mittelwert nicht. In dieser einen Zahl stecken die schlichte Zeile für eine Mietwohnung und die Inselplanung mit Vollausstattung, und beide finden sich darin nicht wieder.

Nützlich ist die Zahl trotzdem. Sie sagt Ihnen, in welcher Größenordnung eine komplette, montierte Küche mit Geräten in Deutschland liegt. Wer deutlich darunter plant, muss Abstriche machen.

Drei Preisklassen und wo die meisten Küchen landen

Der Markt sortiert sich grob in drei Klassen, und die mittlere liegt genau dort, wo auch der Branchendurchschnitt liegt. Die Einstiegsklasse liegt laut einer Marktübersicht des Portals Möbelnavi bei 3.000 bis 8.000 Euro, mit Standardgeräten, einfacher Spüle und wenig Stauraum (abgerufen am 05.09.2026). Die Mittelklasse reicht in derselben Übersicht von 8.000 bis 15.000 Euro, mit Markengeräten, Auszügen und durchdachten Stauraumlösungen, die Premiumklasse von 15.000 bis über 30.000 Euro.

Diese Segmente stammen aus einer Marktbeobachtung, die AMK erhebt sie nicht. Wir nennen sie trotzdem, weil sie beschreiben, was am Planungstisch tatsächlich passiert. Die Sprünge zwischen den Klassen entstehen selten allein durch mehr Schränke, meist durch bessere Fronten, bessere Geräte und eine andere Arbeitsplatte.

Wie sich das Geld innerhalb einer Küche verteilt, ist dabei stabiler als der Gesamtpreis. Rund 70 Prozent gehen in die Küchenmöbel und deren Ausstattung, etwa 25 Prozent in die Elektrogeräte, laut Möbelnavi, das sich dabei auf Stiftung Warentest beruft. Für Montage, Lieferung, Verpackung und die Entsorgung der alten Küche nennt dieselbe Quelle circa 5 Prozent.

Diese letzte Zahl deckt sich nicht mit dem, was wir in unseren Aufträgen sehen. Montage, Lieferung und Entsorgung liegen bei uns eher bei 10 bis 15 Prozent. Rechnen Sie deshalb mit dem höheren Wert. Ein Budget, das diesen Block zu klein ansetzt, kippt am Ende dort, wo sich am wenigsten sparen lässt.

Fünf Posten entscheiden, wo Sie in dieser Spanne landen

Fronten, Geräte, Arbeitsplatte, Planung und Montage bewegen den Preis, alles andere ist Feinjustierung. Die Reihenfolge ist kein Zufall, sie folgt dem Gewicht im Angebot.

Am schnellsten wächst der Preis über die Fronten. Zwischen einer beschichteten und einer lackierten Front liegt der größte Einzelsprung, den eine Küchenplanung kennt, und er wiederholt sich mit jedem Schrank. Nobilia, Schüller, next125 und prisma stehen bei uns nebeneinander in der Ausstellung. Oberflächen vergleicht man am besten mit der Hand.

Bei den Geräten zählt die Ausstattungstiefe mehr als die Anzahl. Siemens und Miele stehen bei uns im Zentrum, dazu Bosch. Ein Muldenlüfter, also ein Dunstabzug, der in die Kochfläche eingebaut ist und den Dampf nach unten zieht, kostet mehr als eine klassische Haube, und solche Kochfelder gibt es von Siemens ebenso wie von Bora. Welche Geräte früh in eine Planung gehören und welche später dazukommen können, steht in unserer Übersicht zu den wichtigsten Einbaugeräten.

Die Arbeitsplatte ist der Posten, bei dem viele zweimal rechnen. Schichtstoff, Slimline, Massivholz, Keramik und Naturstein liegen weit auseinander, und der Preis hängt zusätzlich an Ausschnitten, flächenbündigem Geräteeinbau und Sondertiefen.

Für die Planung nennt keine der Marktquellen einen eigenen Anteil. Montage, Lieferung und Entsorgung stecken in der Restposition der Aufstellung oben, bei uns in den genannten 10 bis 15 Prozent. Die Planungsleistung selbst taucht in dieser Aufteilung überhaupt nicht auf. Sie ist trotzdem der Posten, der über alle anderen entscheidet.

In einer Eigentumswohnung im Mannheimer Lindenhof passte die Küche auf knapp acht Quadratmeter. Kleine Küche, kleiner Preis, dachte das Paar. Am Ende lag der Auftrag höher als bei mancher deutlich größeren Küche, weil die Geräte in Vollausstattung gewünscht waren und die Arbeitsplatte aus Keramik war.

Was eine Kochinsel zusätzlich kostet

Eine Kochinsel macht typisch 20 bis 35 Prozent des Gesamtbudgets aus, laut dem Ratgeberportal Küchenliebhaber (abgerufen am 05.09.2026).

Die Insel ist keine Ergänzung, sondern eine zweite Küchenzeile ohne Wand im Rücken. Sie braucht einen eigenen Korpus, eine zusätzliche Arbeitsplatte mit vier sichtbaren Kanten, Anschlüsse im Boden und, wenn ein Kochfeld darauf sitzt, eine eigene Abzugslösung. Rückwände, die an der Wand niemand sieht, werden hier zur Sichtfläche.

Dazu kommt ein Posten, der im Küchenangebot oft gar nicht auftaucht. Strom- und Wasserleitungen zur Insel liegen im Boden, bevor der Estrich kommt, und sie sind Handwerksleistung, nicht Teil der Küchenmontage. Klären Sie das, bevor Sie sich in eine Insel verlieben.

Was der Gesamtpreis abdeckt, und was nicht

In unseren Angeboten steht meist ein Gesamtpreis, und der deckt mehr ab, als viele erwarten.

Enthalten sind vier Leistungen.

  • Die Beratung und die Planung am Küchentisch.

  • Das Aufmaß vor Ort.

  • Die Lieferung.

  • Die Montage, und zwar einschließlich Elektro- und Wasseranschluss.

Der letzte Punkt überrascht am häufigsten. Anschließen gehört bei uns zur Küchenmontage. Einen eigenen Elektriker oder Installateur brauchen Sie erst, wenn Leitungen versetzt werden müssen, wenn also die Spüle oder das Kochfeld an eine andere Stelle im Raum wandert.

Zwei Dinge stehen nicht im Gesamtpreis. Versetzte Leitungen sind Handwerksleistung und werden gesondert beauftragt. Die Entsorgung der alten Küche übernehmen wir selten, das erledigen meist der Vormieter oder die Eigentümer selbst.

Bleiben die Besonderheiten, die kein Angebot vorwegnehmen kann, solange niemand den Raum gesehen hat. Schiefe Wände, unebene Böden, alte Elektro- und Wasserleitungen. Deshalb bitten wir Sie vor der Planung um Fotos des Raums. Was darauf zu sehen ist, liegt von der ersten Minute an mit auf dem Planungstisch und nicht erst auf der Schlussrechnung.

In einem Bauernhaus in Rheinhessen stand die Küche in einem Raum, dessen Wände über sechs Meter Länge um mehrere Zentimeter auseinanderliefen. Auf den Fotos war die Schieflage bereits zu ahnen. Die Schränke passten, die Arbeitsplatte nicht, jedenfalls nicht ohne eine angepasste Rückkante. Das genaue Maß brachte erst das Aufmaß, und das Aufmaß kommt vor der Bestellung.

Bleibt die Anzahlung. Üblich sind bei uns 30 bis 40 Prozent, weil jede Küche als Unikat gefertigt und bestellt wird. Das ist der Unterschied zu billigen MKüche, die im Lager steht und zurückgehen kann.

Woran erkennen Sie ein faires Angebot?

Ein faires Angebot erkennen Sie nicht allein am Preis und an den Produkten. Einen ganz entscheidenden Anteil hat die Qualität von Abwicklung, Montage und Service. Ein etwas günstigerer Preis hilft Ihnen nicht, wenn Sie nach der Montage mit Mängeln allein gelassen werden. Achten Sie deshalb auf Bewertungen und Empfehlungen.

Am Planungstisch selbst prüfen Sie die Transparenz im Gespräch. Zu jeder Position bekommen Sie auf Nachfrage eine Antwort: Geräte mit Typenbezeichnung, Arbeitsplatte mit Material und Stärke, Fronten mit Programmname und Oberfläche. Genau dort sitzen die größten Preisunterschiede. Wer Ihnen darauf ausweicht, plant nicht offen.

Alle Einzelpositionen aufgeschlüsselt bekommen Sie dagegen weder bei uns noch bei den meisten anderen Küchenstudios. Der Grund liegt in der Planungsarbeit, die darin steckt. Ein vollständig aufgeschlüsselter Plan lässt sich anderswo nachplanen, ohne diese Arbeit, und deshalb etwas günstiger anbieten. Das ist kein Misstrauen Ihnen gegenüber, sondern der Schutz einer Leistung, die vor dem Kauf erbracht wird.

Am Telefon hören wir fast jede Woche die Bitte um eine schnelle Hausnummer. Wir nennen sie nicht. Zu groß ist die Bandbreite an Möglichkeiten und Besonderheiten. Eine gute Küchenberatung beginnt deshalb mit Fragen.

Vergleichen Sie mehr als ein Angebot, und vergleichen Sie dabei nicht nur die Endsumme. Zwei Angebote mit derselben Summe können völlig verschiedene Küchen meinen, und der Unterschied steckt fast immer in der Geräteausstattung und in der Arbeitsplatte. Woran Sie darüber hinaus einen seriösen Fachberater erkennen, haben wir in einem eigenen Beitrag zur fairen Küchenplanung beschrieben.

Warum die Beratung im Küchenhaus keinen Aufschlag bedeutet

Zum Planungstermin gehört bei uns die persönliche Küchenberatung mit fotorealistischer 3D-Planung, und sie erscheint nicht als eigene Position im Angebot. Sie planen also nicht teurer, weil jemand mit Ihnen am Tisch sitzt. Sie planen genauer, und bei einer Anschaffung für viele Jahre ist das der günstigere Weg.

Für den Preis selbst gibt es die Bestpreis-Garantie. Konkret heißt es dort, dass wir Ihnen den Differenzbetrag erstatten, wenn Sie innerhalb von 8 Tagen nach Kaufabschluss nachweisen, dass Sie den bei uns gekauften Artikel bei gleicher Leistung anderswo günstiger bekommen. Zwei Bedingungen stecken darin, die Frist von 8 Tagen und der Nachweis bei gleicher Leistung. Beide sollten Sie kennen, bevor Sie unterschreiben, und beide stehen vollständig auf unserer Seite zur Bestpreis-Garantie.

Häufige Fragen zu Küchenpreisen

Was kostet eine Küche im Durchschnitt?

Der durchschnittliche Küchenpreis lag 2025 bei 12.177 Euro und stieg in den ersten beiden Monaten 2026 auf 12.404 Euro, laut AMK. Wo Ihre Küche darin landet, entscheiden vor allem Fronten, Geräte und Arbeitsplatte.

Was kostet eine Küche mit Kochinsel zusätzlich?

Rund 20 bis 35 Prozent des Gesamtbudgets macht die Insel typisch aus, laut Küchenliebhaber. Der Aufschlag entsteht durch den zweiten Korpus, die zusätzliche Arbeitsplatte mit vier Sichtkanten und die Anschlüsse im Boden.

Wie viel vom Küchenbudget entfällt auf die Elektrogeräte?

Etwa 25 Prozent entfallen auf die Geräte und rund 70 Prozent auf die Möbel, laut Möbelnavi nach Stiftung Warentest. Für Montage, Lieferung und Entsorgung nennt dieselbe Quelle circa 5 Prozent. In unseren Aufträgen liegt dieser Block eher bei 10 bis 15 Prozent.

Wie hoch darf die Anzahlung beim Küchenkauf sein?

Üblich sind bei uns 30 bis 40 Prozent. Der Grund ist die Fertigung auf Bestellung: Jede Küche entsteht als Unikat, nach Ihrem Plan und Ihren Maßen.

Sind Elektro- und Wasseranschluss im Küchenpreis enthalten?

Bei uns gehören beide zur Küchenmontage und stecken im Gesamtpreis. Einen eigenen Handwerker brauchen Sie erst, wenn Leitungen versetzt werden müssen.

Planungstermin in Worms

Bringen Sie den Grundriss mit, dazu Fotos des Raums und eine Vorstellung davon, was an der alten Küche gefehlt hat. Alles Weitere entsteht am Planungstisch, mit offenen Zahlen. Unser Haus in Worms liegt in der Petrus-Dorn-Straße 9, Möbel und Küchen unter einem Dach auf rund 4.000 Quadratmetern, mit über 60 Musterküchen zum Anfassen. Einen Planungstermin vereinbaren Sie über unser Küchenhaus in Worms, geöffnet montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 18 Uhr.

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